Kurzantwort
Ein elektromagnetischer Beckenbodentrainer wie der PelviPower™ ist ein Trainingsstuhl: Der Kunde sitzt bekleidet, ein Magnetfeld im Sitz regt die Beckenbodenmuskulatur an, eine Sitzung dauert rund 20 Minuten. Für die Einführung in der Praxis entscheidend sind drei Dinge: Zweckbestimmung des Geräts klären, Ausschlussgründe vor jedem Ersttermin prüfen und die fachliche Zuständigkeit im Team festlegen. Heilversprechen gehören nicht in die Kommunikation.
Auf einen Blick
Anwendung
sitzend, in Alltagskleidung, ohne Elektroden
Prinzip
Magnetfeld im Sitz regt die Beckenbodenmuskulatur an
Sitzung
rund 20 Minuten
Personal
Ersttermin mit Ausschlussprüfung, danach wenig Betreuung
Pflicht vorab
Ausschlussgründe und Zweckbestimmung klären
Stärkster Betriebstyp
Physio- oder Arztpraxis
Wie elektromagnetisches Beckenbodentraining funktioniert
Ein Beckenbodentrainer in der Praxis ist schnell aufgestellt. Entscheidend sind Geräteauswahl, Ablauf und klare Zuständigkeiten, dieser Leitfaden zeigt, worauf es bei einem elektromagnetischen Beckenbodentraining-Gerät ankommt.
Beim elektromagnetischen Beckenbodentraining sitzt der Kunde auf einem Trainingsstuhl. Ein im Sitz erzeugtes Magnetfeld regt die Beckenbodenmuskulatur zu Kontraktionen an, bekleidet, ohne Elektroden und ohne aktive Mitarbeit des Kunden.
HF Concepts führt dafür den PelviPower™. Eine Sitzung dauert rund 20 Minuten; das Training findet in Alltagskleidung und entspannter Sitzposition statt. HF Concepts deklariert das Angebot als nicht-medizinisches Konzept für Wellness- und Trainingszwecke.

Beckenbodentrainer für die Praxis: Worauf Sie achten
Elektromagnetische Beckenbodenstühle unterscheiden sich weniger im Grundprinzip als in Zweckbestimmung, Programmlogik und Service. Klären Sie vor dem Kauf:
| Frage | Warum sie zählt |
|---|---|
| Zweckbestimmung | Ist das Gerät als Wellness-/Trainingsgerät oder als Medizinprodukt in Verkehr gebracht? Davon hängt ab, wie Sie es bewerben und wer es anwenden darf. |
| Ausschlussgründe | Gibt es eine vollständige Liste der Ausschlussgründe, und ein Fragebogen, den Ihr Team nutzen kann? |
| Programme und Intensität | Lässt sich die Intensität schrittweise anpassen und je Kunde dokumentieren? |
| Schulung | Wer schult Ihr Team, und ist die Einweisung dokumentiert? |
| Platz und Umfeld | Ein ruhiger Raum mit Sitzfläche und Ablage für persönliche Gegenstände genügt meist, die genauen Anforderungen an Ihren Raum klären wir vor der Lieferung. |
Einführung in den Betrieb: So läuft ein Termin ab
Ein strukturierter Ablauf schützt Kunden und Team, und macht Termine planbar. Bewährt hat sich folgende Reihenfolge:
- Erstgespräch: Ziele und Erwartungen klären, ohne Heilversprechen.
- Ausschlussprüfung: Fragebogen ausfüllen lassen; bei Unklarheiten ärztliche Freigabe einholen.
- Vorbereitung: Gegenstände mit Metall oder Magnetstreifen vor der Sitzung ablegen lassen.
- Sitzung: Intensität gemeinsam einstellen und bei Bedarf anpassen.
- Nachgespräch: Rückmeldung erfassen, Folgetermine planen, Einstellungen dokumentieren.

Ausschlussgründe: Wann das Training nicht infrage kommt
Die folgenden Ausschlussgründe gehören in jeden Anamnesebogen und werden vor dem Ersttermin abgefragt. Im Zweifel entscheidet die ärztliche Freigabe, nicht das Team vor Ort.
- Schwangerschaft
- Epilepsie
- Krebserkrankungen
- Operation im Beckenbereich vor weniger als vier Wochen
- Dekompensierte Herzerkrankungen und bösartige Herzrhythmusstörungen
- Metallische Implantate im Beckenbereich (z. B. Hüft- oder Knieprothesen, Schrauben, Clips)
- Metallhaltige Tätowierungen oder Piercings im Beckenbereich
- Implantierte elektronische Geräte (z. B. Herzschrittmacher, Defibrillator, Insulinpumpe, Neurostimulator)
Dazu kommen relative Ausschlussgründe (z. B. Spirale, Menstruation, akute Infektionen), bei denen Vorsicht oder eine ärztliche Freigabe nötig ist.
Fachliche Zuständigkeit: Wer macht was?
In einer Arzt- oder Physiotherapiepraxis kann das Training Teil eines fachlich begleiteten Angebots sein. In Studio, Hotel oder Spa ist es ein Trainings- und Wohlfühlangebot. In beiden Fällen gilt eine klare Aufgabenteilung:
- Team vor Ort: Einweisung, Ausschlussfragebogen, Bedienung, Dokumentation
- Ärztin oder Arzt: Abklärung bei Beschwerden, Vorerkrankungen oder unklaren Ausschlussgründen
- Betreiber: Schulungsnachweise, Einhaltung der Zweckbestimmung, rechtssichere Kommunikation
Wer Kunden mit konkreten Beschwerden wie Inkontinenz anspricht, bewegt sich schnell im Bereich gesundheitsbezogener Werbung. Formulieren Sie Angebote als Training, und verweisen Sie bei Beschwerden an Fachpersonal.

HF Concepts Check: Wie wir elektromagnetisches Beckenbodentraining je nach Betriebstyp einordnen
Im HF Concepts Check bewerten wir neun Kriterien von 1 bis 5, immer bezogen auf einen konkreten Betriebstyp. Dieselbe Technologie kann in einem Betriebstyp stark und in einem anderen mittelmäßig abschneiden. Genau das ist die Aussage.
Unsere Einschätzung nach Prüfung der Technologie, bezogen auf typische Betriebe dieses Typs. Keine Garantie für den Einzelfall.
Praxis: 36/45; Wellness & Beauty: 34/45; Hotel & Spa: 26/45.
Wie Sie elektromagnetisches Beckenbodentraining HWG-konform kommunizieren
| Gut kommunizierbar | Vermeiden |
|---|---|
| Training im Sitzen, bekleidet, ohne Anstrengung | „heilt Inkontinenz“ |
| Kurze Sitzung, gut planbar | „ersetzt Physiotherapie“ |
| Ergänzung zu aktivem Beckenbodentraining | „Erfolg garantiert nach X Sitzungen“ |
| Diskret und alltagstauglich | Ansprache über konkrete Krankheitsbilder |
Eine Eignungsabfrage vor der ersten Anwendung gehört in jeden seriösen Ablauf. Bei gesundheitlichen Fragen sollte die Anwendung vorab ärztlich abgeklärt werden.
Häufige Fragen
Wie funktioniert ein elektromagnetischer Beckenbodentrainer?
Der Kunde sitzt bekleidet auf einem Trainingsstuhl. Ein Magnetfeld im Sitz regt die Beckenbodenmuskulatur zu Kontraktionen an, ohne Elektroden und ohne aktive Mitarbeit.
Wie lange dauert eine Sitzung auf dem PelviPower?
Rund 20 Minuten, abhängig vom Programm.
Wer darf das Beckenbodentraining nicht nutzen?
Unter anderem Schwangere, Menschen mit Epilepsie, Krebserkrankungen, frischen Operationen, bestimmten Herzerkrankungen, metallischen Implantaten im Beckenbereich oder implantierten elektronischen Geräten. Im Zweifel sollte die Anwendung vorab ärztlich abgeklärt werden.
Muss eine Ärztin oder ein Arzt anwesend sein?
Das hängt von der Zweckbestimmung des Geräts und Ihrem Angebot ab. Bei Beschwerden, Vorerkrankungen oder unklaren Ausschlussgründen sollte vorab ärztlich abgeklärt werden.
Kann ich das Training mit Heilwirkungen bewerben?
Nein. Für ein als Wellness- oder Trainingsgerät deklariertes Angebot sind Heilversprechen unzulässig. Kommunizieren Sie es als Training und verweisen Sie bei Beschwerden an Fachpersonal.
Transparenz: HF Concepts vertreibt Teile der hier besprochenen Technologien. Deshalb bewerten wir kriterienbasiert und raten bei fehlender Passung auch ab.
Hinweis: Alle Angaben sind allgemeine, nicht-medizinische Informationen. Die besprochenen Anwendungen sind Wellness- und Regenerationsanwendungen und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Elektrische Kältekammer
Thermo-Kontrast
Eisbad 2.0
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Lymphdrainage
Multisensorische Regenerationskabine
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